Umwelttag „Plastikfreie Gemeinde“

Am 14. August laden wir Sie zu unserem Umwelttag „Plastikfreie Gemeinde“ am Gemeindehaus in Spellen ein. Nach dem 10.00 Uhr Gottesdienst bis ca. 15.00 Uhr können Sie sich an unterschiedlichen Ständen  über Möglichkeiten zum Schutz unserer Umwelt informieren. So stellt sich u.a. das Repair-Café und das Kaufhaus der Diakonie vor. Weiterhin werden Einkaufstaschen und Stirnbänder aus Stoffresten genäht, aus Wachsresten werden Teelichte gegossen und Vieles mehr. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Bio-Grillwürstchen, Pommes, Kaffee und Kuchen – selbstverständlich unter Vermeidung von Müll.

Die evangelischen Kirchengemeinden in Voerde wollen das Thema Umweltschutz nicht aus den Augen verlieren – weil Krieg, Pandemie und Umweltschutz viel miteinander zu tun haben.
Angestoßen von der Evangelischen Jugend Spellen-Friedrichsfeld hat der Diakonie-Ausschuss der Gemeinden erneut darüber beraten. Neben der ganz aktuellen Frage, wie wir in unseren großen Gemeindehäusern und Kirchen deutlich den Energieverbrauch für Heizung und Strom senken können, suchen wir auch nach Wegen, um insgesamt die Ressourcen unserer Erde schonender zu behandeln.
Stichworte sind da: „Müllvermeidung“ und „Reparieren statt wegwerfen“.
Allerdings hat gerade seit Beginn der Pandemie wegen der notwendigen Hygiene-Vorschriften der Einkauf an einzeln verpackten Lebensmitteln wieder zugenommen. Das war sicherlich notwendig und richtig – muss aber nicht so bleiben!
Was können wir also tun?
So oft und so gut es geht, unverpackte Lebensmittel und Materialien einkaufen
Obst anbieten statt einzeln verpackter Süßigkeiten
Kekse und Kuchen selbst backen, statt verpackte Kekse, Riegel und Tiefkühl-Torten zu kaufen.
Leitungswasser in Karaffen selbst abfüllen und besprudeln
Umweltfreundlichere Reinigungsmittel in großen Gebinden einkaufen und abfüllen
Fairtrade Handys, die man reparieren kann, statt i-Phones mit Wegwerf-Garantie
Arbeit wieder mit Muskelkraft erledigen, statt mit akku- oder benzinbetriebenen Geräten (Laubharke statt Laubbläser beruhigt die Nerven der Nachbarn und erspart die Muckibude)
Am „Clean-up-day“ beteiligen und demonstrieren, was alles zusätzlich zum Müllberg in der Tonne an Müllbergen in der Umwelt landet
Schließlich: Reparieren statt wegwerfen (Repair-Cafés lassen einen staunen, was da geht!)
Weitere Ideen und Vorschläge finden sich im Internet z.B. beim NABU und der NAJU – oder einfach mal die Oma fragen, wie sie das früher alles gemacht hat
Unverpackte Waren sind zwar häufig teurer als verpackte, werden aber vielleicht auch mehr wertgeschätzt, wenn es nicht immer unbegrenzte Mengen und Berge davon gibt. Das heißt: Lieber weniger einkaufen für einen gerechten Preis – als zu viel zu Dumping-Preisen.
Müllvermeidung macht auch mehr Arbeit – kann aber zu ungeahnten Erfolgserlebnissen führen!
… und dann wäre da eben auch noch das Thema „Energiesparen“ … (alte Kühlschränke, Heizungen, …)